Bundesliga

Bundesliga 2014

12. Runde Bundesliga 2014: Wieder im Rheintal

Es war eine schwierige Liga-Runde. Der Samstag war thermisch komplett unbrauchbar und lies keinen Start vom Dannstadter Flugplatz zu. Für Sonntag gab es nicht gerade optimistische, aber sehr unterschiedliche Wetterprognosen. Letztlich entwickelte sich das Rheintal aber ganz brauchbar. Mit 7 Piloten war die Bundesligamannschaft in der Luft, zusammen mit je 3 Piloten der 2. Bundesliga und der Landesliga wurden zwar auch Odenwald, Schwarzwald und Pfälzerwald getestet, aber alle Kurse änderten sich recht schnell wieder Richtung Rheintal. Das Problem im Rheintal liegt dabei in den engen Grenzen zwischen den Kontrollzonen von Baden Airpark und Frankfurt in denen man seine Wendepunkte mit Bedacht und möglichst an den äußeren Grenzen setzen muss – nicht immer ganz einfach.   Am schnellsten gleitete Dieter Bartek (LS-4WL, UY) mit einem Ligaschnitt von 99,26 km/h über die 2.5 Stunden, gefolgt von Nils Koster (Discus2t, iKi), der sich im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften der Junioren in guter Form zeigt und dem Routinier Norbert Lenz (LS-9, LZ).   Die 12 Punkte stabilisieren unseren 7. Rang in der Gesamtwertung mit einem Polster von 23 Punkten auf Rang 8 – und es sind lediglich 28 Punkte zu Platz 1.        

Triple Ten

… in der 10. Runde wurden wir 10. und sind auf dem 10. Tabellenplatz.
Voraus ging ein interessantes Wochenende, das so ganz anders war wie erwartet. Das Wetter am Samstag machte optisch einen sehr schönen Eindruck, war fliegerisch allerdings anspruchsvoll und sehr uneinheitlich. Zwischen „Kampf ums Oben bleiben“ und brauchbaren Abschnitten konnten Steffen Schmidt (Nimbus-3t, V6), Charly Müller (Ventus t, S) und Uwe Melzer (LS-4WL, UWE) aber am Samstag Abend schon mal 3 Flüge in der Wertung platzieren. Kurios war der Großbrand in Ludwigshafen, der ein paar Kilometer östlich vom Dannstadter Flugplatz den ganzen Tag wütete und eine imposante Rauchwolke erzeugte.
Am Sonntag früh war die PFD schlicht „weiß“ mit engem zart-rosa Bereich im Rheingraben, allerdings mit starkem Wind aus 240 Grad. Wir spekulierten mit dem Hang. Da der Sprung zum Hang für die Motorlosen unter uns eine „Never come back“-Aktion ist, startete Norbert Lenz (LS 9, LZ) als Erster, um zu testen, ob trotz Südkomponente die Bergstraße „funktioniert“. Wenig später zieht Steffen mit der Remo einen nach dem anderen Richtung Bergstraße zum Ausklinkpunkt Herrenteich. Mit Norbert (LS-9, LZ), Charly (Ventus t, S), Daniel (DG-1000t, GIU), Buddy (LS-4WL, UY) und Uwe (LS-4WL) von der Bundesligamannschaft, war auch Fritz (DG-800, WB) von der 2. Bundesligamannschaft, sowie Steffi (LS-8/18, D9) und Till (Hornet, HO) von den Paradiesvögeln, unserer Nachwuchsmannschaft in der Landesliga, am Hang. Die Bergstraße funktionierte nicht immer toll, aber sie funktionierte und mit zunehmender Tageszeit riss der Himmel auf, die Sonne zeigte sich und brachte überraschend gute Thermik. Das eröffnete die Möglichkeit, den leider etwas zu kurzen Hang im Süden zu verlängern und vor allem die Chance wieder nach Hause zu kommen.
Am Abend gab es ringsum zufriedene, strahlende Gesichter. Alle kamen mit interessanten Flügen wieder nach Hause und Daniel, Charly und Uwe verbesserten die Ergebnisse vom Vortag.

Rundensieg und volle Punktzahl

Das gute, schlechte Rheintal Der Samstag brachte Schauerwetter, aber zumindest nach einer Woche Regen überhaupt fliegbares Wetter. Norbert Lenz (LS-9, LZ), Dieter Bartek (LS-4, UY) und David Schneider (ASW-20, 6W) nutzen diese Chance und starteten auf dem durchnässten Dannstadter Flugplatz. Buddy flog bis Bad Sobernheim und über den Pfälzer Wald wieder zurück, ansonsten war die Rheinebene mit weniger Schauern und mehr Luft unter den Flügeln das beste Fluggebiet. David nutzte ausschließlich die Ebene, um die oft schwer durchschaubare Lage optimal zu meistern. Norbert zauberte einen 113er Schnitt in den wolkenverhangenen Himmel und verschenkte dabei sogar noch 9 Minuten. Charly Müller und Uwe Melzer flogen auf dem Hockenheimwettbewerb ihren letzten Wertungstag und konnten wegen der definierten Streckenführung nicht die Schnitte der 3 erreichen. Der Sonntag brachte wieder Dauerregen. Wie so oft in den letzten Jahren zeigte sich, das unser thermisch schlechtes Rheintal oft ein Nachteil ist, bei solchen Wetterlagen aber der Winner sein kann. Wir sind gespannt, vor welche Aufgaben uns diese Katastrophen-Wetter-Saison nächstes Wochenende stellt.

5. Bundesligarunde

Pfingsten und wieder kein Wetter Das Wetterfenster im Rheintal beschränkte sich für das ganze Pfingsten auf den Samstag bis zum späten Nachmittag – dann hatte uns der Trog im Griff. 4 der acht fliegenden Bundesliga-Piloten waren Teilnehmer des Dannstadter Vergleichsfliegen oder des Hockenheimwettbewerbes. Der kurze Tag war geprägt durch recht unterschiedliche Bedingungen. Die Basis am Vormittag lag bei 1.000-1.200m MSL, die Steigwerte durch die schon merklich einfließende Warmluft meist mit einer 1 vor dem Komma. Am frühen Nachmittag war der nördliche Odenwald am Ergiebigsten, Steigwerte bis 3 m/s und rund 2.000m Basis, wobei man im Luv die Wolken auch übersteigen konnte, machte dort richtig Spaß. Leider örtlich sehr begrenzt. Dieter Bartek (LS-4WL, UY) und Daniel Schneider (Hornet, HO) flogen ohne Startgrid und frei von jeder Aufgabe gut 10 km/h schneller wie die „Wettbewerbsteilnehmer“, deren Schnitte witziger Weise alle innerhalb eines km/h lagen. Die Ausnahme war Trainer Charly Müller (Ventus t, C), der noch 2 km/h drauflegen konnte. Wie war die Durchsage? „Der kleine November will aus dem Mai abgeholt werden“ – hoffentlich macht das bald einer.  

Kleines, simples „Bundesliga How to“ für Laien

Ohne Thermik geht nichts

Ein Segelflugzeug gleitet immer dem Erdboden entgegen. Nach dem Windenstart oder Flugzeugschlepp wird das Segelflugzeug ohne Thermik nach ca. 15 Minuten einfach wieder auf dem Boden aufsetzen.


Um „Oben“ zu bleiben, brauchen wir Segelflieger also einen Aufwind, in dem wir kreisen und Höhe gewinnen.  Diese Höhe setzen wir dann gleitend in Strecke um, bis wir wieder einen Aufwind benötigen, um nicht landen zu müssen. Also immer Steigen – gleiten – Steigen – gleiten – Steigen – gleiten………  hört sich einfach an, ist aber ein irre spannendes Unterfangen.


Wichtig ist, möglichst stark zu Steigen – also immer die besten Aufwinde zu finden und nicht in den „schlechten“ Aufwinden zu kreisen – das macht langsam. Allerdings ist es absolut wesentlich zu Steigen, bevor man am Boden ist – denn sonst ist der Flug ja vorbei.


Beim Gleiten ist die Kunst seinen Gleitwinkel zu strecken, d.h. seinen Kurs so zu wählen, das man möglichst immer duch weniger stark sinkenden Luft  fliegen kann. Dabei muss man auch ständig seine Fluggeschwindigkeit im optimalen Bereich halten – schnell durch fallende Luftmassen – langsam durch steigende Luftmassen. Es ist also nie ein kontinuierliches Geradeausfliegen wie in einem Motorflugzeug oder Jet,  sondern es geht immer mit permanenten Kurskorrekturen und Geschwindigkeitsänderungen voran. So läßt sich die Schnittgeschwindigkeit erhöhen.


In der Bundesliga werden die Schnittgeschwindigkeiten innerhalb 2.5 Stunden der 3 Schnellsten einer Mannschaft addiert.


Nur so nebenbei – für einen 90er Schnitt muss man 225km fliegen – das wäre von Dannstadt aus nach Würzburg und wieder zurück. In der Saison 2012 lagen unsere schnellsten Schnitt weit über 120 km/h…..

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